Pleye im Bildungszentrum Wolfen-Bitterfeld e.V.
 
Wolfen/MZ/lot. Sicherung des berufliches Nachwuchses für die hiesige Region - vorrangig darum drehte sich das gestrige Gespräch zwischen dem Staatssekretär im Magdeburger Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, Thomas Pleye, und dem Geschäftsführer des Bildungszentrum Wolfen-Bitterfeld in der Wolfener Saarstraße, Olaf Richardt.
 
Pleye, der auf Einladung des Bitterfelder CDU-Landtagsabgeordneten Lars-Jörn Zimmer gestern zu einer Kreisbereisung im Altkreis Bitterfeld unterwegs war, machte im Bildungszentrum seine erste Station. Hier informierte ihn Richard nicht nur über das Profil seiner Einrichtung mit Schwerpunkt Erstausbildung in nahezu 30 Berufen für die Unternehmen der Region, sondern auch über seit längerem bekannte und aktuelle Probleme dabei: Zu oft entsprechen die Leistungen der Schulabgänger nicht den Anforderungen, die die Betriebe stellen. So können einige vorhandene freie Ausbildungsstellen nicht besetzt werden. Manch Abiturient, der sich erst für einen Ausbildungsplatz entscheidet, überlegt es sich noch einmal kurzfristig anders und geht zum Studium. Und der demographische Wandel bringt mit sich, dass - so Pleye - es in zwei Jahren nur noch etwa halb so viele Abgänger von Sekundarschulen gibt, wie es heute noch der Fall ist.
 
Besonders letztere Tatsache -schon in diesem Jahr werde es landesweit mehrere Tausend Schulabgänger weniger geben - fordere zum Handeln heraus. In den technischen Berufen werde sich der Mangel an Fachkräften verschärfen. Daher müsse bei den Jugendlichen - besonders bei den Mädchen -Interesse an eben solchen Fachrichtungen geweckt werden.
 
Olaf Richardt versicherte seinerseits, dass an seinem Bildungszentrum neue Projekte der Berufsfrühorientierung bereits mit Hochdruck vorbereitet werden.
 
Im Anschluss besichtigte Thomas Pleye noch die Lehrwerkstätten des Bildungszentrums, die Firma Abasys GmbH in Bitterfeld und das Schlaitzer Heide-Camp.