Stephan Dumke hat seine Ausbildung beendet und wird ab Oktober ein Studium beginnen.

 
Miltitz Aromatics setzt sich besonders für die Ausbildung Jugendlicher ein und hat im vergangenen Jahr von der IHK Halle-Dessau die Auszeichnung Top-Ausbildungsbetrieb erhalten.

„Es ist ein größeres Problem motivierte Azubis zu bekommen als hochqualifizierte Fachkräfte“, sagt Geschäftsführer Dr. Stefan Müller und belegt die Aussage auch sogleich: „Auf unsere europaweite Stellenausschreibung haben sich 230 promovierte Chemiker gemeldet. Doch bei der Besetzung der Ausbildungsplätze melden sich nur wenige Jugendliche und oft genügen die Bewerber leider nicht den Anforderungen.“
 
Seit dem Jahr 1993 bildet Miltitz Aromatics kontinuierlich Lehrlinge aus. Im Durchschnitt werden zwei Ausbildungsstellen pro Jahr im Verbund mit dem Bildungszentrum Wolfen-Bitterfeld ausgeschrieben. Diese Zusammenarbeit hat sich bewährt, so dass auch in Zukunft das Ziel besteht, weiterhin den Nachwuchs selbst auszubilden. Aktuell erlernen sechs Lehrlinge die Berufe Chemikant, Chemielaborant und Industriekaufmann in unterschiedlichen Jahrgängen. „Mit unserer Meisterin Claudia Fortuna haben wir eine sehr engagierte Ausbilderin, die sich für die Azubis im Unternehmen einsetzt. Aber sie redet auch Klartext mit den Jugendlichen, wenn Fehler gemacht werden oder jemand krankfeiert“, weiß der Geschäftsführer.
 
Wer gute Leistungen aufweist, hat gute Chancen von Miltitz Aromatics gefördert zu werden. So zum Beispiel Stephan Dumke. Er hat im Januar seine Ausbildung zum Industriekaufmann beendet und arbeitet seitdem als kaufmännischer Angestellter im Unternehmen. Er schätzt besonders das Betriebsklima bei Miltitz Aromatics. „Bereits als Azubi hatte ich Kundenkontakte, bearbeitete Bestellungen und Rechnungen“, erklärt der 23-Jährige und wurde von Beginn an praxisnah in alle Geschäftsprozesse im kaufmännischen Bereich einbezogen. Ab Oktober wird er ein englischsprachiges BWL-Studium an der MLU in Halle aufnehmen. Zur finanziellen Unterstützung hat das Chemieunternehmen Stephan Dumke ein Studiendarlehn mit Flexibilität für beide Seiten angeboten. „Da wir daran interessiert sind, dass Herr Dumke nach dem Studium ins Unternehmen zurückkehrt, haben wir bereits mit ihm seine Entwicklungschancen im Unternehmen besprochen“, sagt Geschäftsführer Stefan Müller.